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Sport

Olympische Spiele in Chamonix und Paris, Tour de France und Fußballmeisterschaft: belegter Sport des Jahres 1924.

Internationale Wintersportwoche in Chamonix

25. Januar 1924 bis 5. Februar 1924 · Chamonix

  • In Chamonix fand Anfang 1924 die Internationale Wintersportwoche statt, veranstaltet vom französischen Olympischen Komitee unter der Schirmherrschaft des Internationalen Olympischen Komitees.
  • 312 Sportler aus 19 Ländern traten in 17 Wettbewerben an, darunter Bob, Curling und Eishockey.
  • Norwegen gewann die meisten Medaillen: 4 Gold, 7 Silber und 6 Bronze.
  • Die Schweiz gewann zwei Goldmedaillen und eine Bronzemedaille.
  • Die damals elfjährige Norwegerin Sonja Henie wurde im Eiskunstlauf der Damen Achte und damit Letzte.

Quellen: Chamonix 1924 (Edition Overview) (Olympedia (OlyMADMen)); Chronik 1924 (LeMO, Deutsches Historisches Museum); Wikipedia

Clas Thunberg und das erste Gold von Chamonix

26. Januar 1924 bis 4. Februar 1924 · Chamonix

  • Der Amerikaner Charley Jewtraw gewann den Eisschnelllauf über 500 Meter, die erste Goldmedaille der Spiele von Chamonix.
  • Der Finne Clas Thunberg gewann im Eisschnelllauf dreimal Gold, einmal Silber und einmal Bronze.
  • Mit fünf Medaillen war Thunberg der erfolgreichste Teilnehmer von Chamonix.
  • Der Norweger Thorleif Haug gewann drei Goldmedaillen im Skilauf.

Quellen: Chamonix 1924 (Edition Overview) (Olympedia (OlyMADMen)); Wikipedia

Österreichs Eiskunstläufer gewinnen in Chamonix

28. Januar 1924 bis 31. Januar 1924 · Chamonix

  • Die Österreicherin Herma Planck-Szabo gewann in Chamonix Gold im Eiskunstlauf der Damen.
  • Das österreichische Paar Helene Engelmann und Alfred Berger gewann am 31. Januar 1924 Gold im Paarlauf mit deutlichem Vorsprung.
  • Willy Böckl aus Österreich gewann Silber bei den Herren hinter dem Schweden Gillis Grafström.
  • Engelmann und Berger beendeten ihre Laufbahn rund vier Wochen nach den Spielen mit einem Weltmeistertitel in Manchester.

Quellen: Figure Skating, Chamonix 1924 (Olympedia (OlyMADMen)); Pairs, Mixed, Figure Skating, Chamonix 1924 (Olympedia (OlyMADMen)); Wikipedia

Schweizer Viererbob gewinnt mit einem verlosten Schlitten

2. Februar 1924 bis 3. Februar 1924 · Chamonix

  • Der Schweizer Bob mit Eduard Scherrer, Alfred Neveu, Alfred Schläppi und Heinrich Schläppi gewann in Chamonix Gold in 5:45,54 Minuten.
  • Scherrer hatte seinen Schlitten „Acrobate“ bei einer Verlosung gewonnen.
  • Die Mannschaft meldete sich zur Schweizer Ausscheidung zunächst nur zum Spaß an und wurde ausgewählt.
  • Der Schweizer Favorit „Kismet“ war bereits im ersten Lauf ausgeschieden.
  • Silber ging an Großbritannien, Bronze an Belgien.

Quellen: Four (/Five), Men, Bobsleigh, Chamonix 1924 (Olympedia (OlyMADMen)); Wikipedia

Olympische Sommerspiele in Paris

4. Mai 1924 bis 27. Juli 1924 · Paris und Colombes

  • Die feierliche Eröffnung der Spiele in Paris fand am 5. Juli 1924 statt, die Schlussfeier am 27. Juli 1924.
  • Einzelne Wettbewerbe begannen schon am 4. Mai 1924.
  • Mehr als 3000 Sportler aus über 40 Ländern nahmen teil.
  • Das olympische Motto „Citius, Altius, Fortius“ wurde in Paris erstmals offiziell verwendet.
  • In Rocquencourt entstand ein kleines olympisches Dorf für die Sportler.
  • Bei der Schlussfeier wurden erstmals drei Flaggen gehisst.

Quellen: Paris 1924 (Edition Overview) (Olympedia (OlyMADMen)); Chronik 1924 (LeMO, Deutsches Historisches Museum); Wikipedia

Amerikanische Studenten gewinnen olympisches Rugby

18. Mai 1924 · Stade de Colombes bei Paris

  • Am 18. Mai 1924 gewannen die USA das olympische Rugbyfinale gegen Frankreich mit 17:3.
  • Die amerikanische Mannschaft bestand fast nur aus Studenten aus Kalifornien.
  • Frankreich galt als Favorit, die Amerikaner nicht.
  • Fünf der amerikanischen Olympiasieger von Antwerpen 1920 standen wieder in der Startaufstellung.

Quellen: On this day: Golden USA upset France to create history (World Rugby); Wikipedia

Olympisches Fußballfinale: Uruguay schlägt die Schweiz

9. Juni 1924 · Stade de Colombes bei Paris

  • Das olympische Fußballturnier lief vom 25. Mai bis 9. Juni 1924.
  • Im Finale gewann Uruguay mit 3:0 gegen die Schweiz, die Silber holte.
  • Uruguay begeisterte mit Angriffsfußball und schlug im Viertelfinale Gastgeber Frankreich mit 5:1.
  • Bronze gewann Schweden mit 3:1 gegen die Niederlande in einem Wiederholungsspiel nach einem 1:1.

Quellen: Football, Men, Paris 1924 (Olympedia (OlyMADMen)); Chronik 1924 (LeMO, Deutsches Historisches Museum); Wikipedia

1. FC Nürnberg wird Deutscher Fußballmeister

9. Juni 1924 · Berlin

  • Der 1. FC Nürnberg gewann am Montag, 9. Juni 1924, das Endspiel um die Deutsche Meisterschaft mit 2:0 gegen den Hamburger SV.
  • Der Hamburger SV hatte im Viertelfinale die Vereinigten Breslauer Sportfreunde mit 3:0 geschlagen.
  • Im Halbfinale besiegte der HSV die SpVgg Leipzig mit 1:0.

Quellen: Deutsche Meisterschaft 1923/24, Hamburger SV (Deutscher Fußball-Bund, Datencenter); Chronik 1924 (LeMO, Deutsches Historisches Museum); Wikipedia

Bottecchia gewinnt die Tour de France im Gelben Trikot

22. Juni 1924 bis 20. Juli 1924 · Frankreich, Start und Ziel Paris

  • Ottavio Bottecchia gewann 1924 als erster Italiener die Tour de France.
  • Er trug das Gelbe Trikot vom ersten bis zum letzten Tag, das war vorher noch keinem Fahrer gelungen.
  • Die erste Etappe von Paris nach Le Havre über 381 Kilometer gewann er selbst.
  • Der Luxemburger Nicolas Frantz gewann zwei Etappen und wurde Bottecchias stärkster Gegner.
  • Die Wochenschau Gaumont filmte die Fahrer beim Start in Paris.

Quellen: 1924. 18e Tour de France: la course (Encyclopædia Universalis); Ottavio Bottecchia (Bottecchia (Fahrradhersteller)); Wikipedia

Harold Abrahams gewinnt die 100 Meter

7. Juli 1924 · Stade de Colombes bei Paris

  • Der Brite Harold Abrahams gewann am 7. Juli 1924 das olympische Finale über 100 Meter in 10,6 Sekunden.
  • Damit egalisierte er den olympischen Rekord.
  • Silber ging an den Amerikaner Jackson Scholz, Bronze an Arthur Porritt aus Neuseeland.
  • Abrahams war der erste Europäer, der den olympischen 100-Meter-Lauf gewann.

Quellen: 100 metres, Men, Paris 1924 (Olympedia (OlyMADMen)); Wikipedia

Paavo Nurmi gewinnt 1500 und 5000 Meter an einem Nachmittag

10. Juli 1924 · Stade de Colombes bei Paris

  • Am 10. Juli 1924 gewann der Finne Paavo Nurmi in Colombes das olympische Finale über 5000 Meter in 14:31,2 Minuten, einem olympischen Rekord.
  • Nur 42 Minuten vor dem Start dieses Rennens hatte er bereits Gold über 1500 Meter gewonnen.
  • Nurmi gewann in Paris außerdem den Crosslauf und insgesamt fünf Goldmedaillen.
  • Schon am 19. Juni 1924 hatte Nurmi Weltrekorde über 1500 Meter und 5000 Meter aufgestellt.

Quellen: 5,000 metres, Men, Paris 1924 (Olympedia (OlyMADMen)); Paris 1924 (Edition Overview) (Olympedia (OlyMADMen)); Chronik 1924 (LeMO, Deutsches Historisches Museum); Wikipedia

Eric Liddell und der Sonntag

11. Juli 1924 · Stade de Colombes bei Paris

  • Der Schotte Eric Liddell gewann am 11. Juli 1924 das olympische Finale über 400 Meter in 47,6 Sekunden.
  • Wegen seines christlichen Glaubens verzichtete er auf die 100 Meter, weil die Vorläufe an einem Sonntag stattfanden.
  • Über 200 Meter gewann er Bronze.
  • Liddell studierte an der Universität Edinburgh und erhielt dort im Juli 1924 seinen Abschluss.

Quellen: 400 metres, Men, Paris 1924 (Olympedia (OlyMADMen)); Eric Henry Liddell (1902-1945) (University of Edinburgh, Our History); Wikipedia

Helen Wills gewinnt olympisches Tennis

13. Juli 1924 bis 21. Juli 1924 · Stade de Tennis, Colombes

  • Das olympische Tennisturnier fand vom 13. bis 21. Juli 1924 in Colombes statt.
  • Bei den Damen gewann die Amerikanerin Helen Wills vor der Französin Julie Vlasto und der Britin Kitty McKane.
  • Bei den Herren siegte Vinnie Richards aus den USA vor Henri Cochet aus Frankreich.
  • Die USA gewannen alle fünf Tenniswettbewerbe.

Quellen: Tennis, Paris 1924 (Olympedia (OlyMADMen)); Wikipedia

Schweizer Turner räumen am Pauschenpferd ab

17. Juli 1924 bis 20. Juli 1924 · Colombes bei Paris

  • Am Pauschenpferd belegten drei Schweizer alle Medaillenplätze: Josef Wilhelm vor Jean Gutweniger und Antoine Rebetez.
  • August Güttinger aus der Schweiz gewann Gold am Barren.
  • Die Schweizer Riege gewann Bronze im Mannschaftswettbewerb.
  • Insgesamt holten die Schweizer Turner in Paris sieben Medaillen, zwei davon aus Gold.

Quellen: Artistic Gymnastics, Paris 1924 (Olympedia (OlyMADMen)); Wikipedia

Johnny Weissmuller schwimmt unter einer Minute

20. Juli 1924 · Paris

  • Johnny Weissmuller gewann in Paris Gold über 100 Meter Freistil in 59,0 Sekunden vor Duke Kahanamoku und Sam Kahanamoku.
  • Er gewann außerdem Gold über 400 Meter Freistil und mit der 4 x 200 Meter Freistilstaffel der USA.
  • Mit der amerikanischen Wasserballmannschaft holte er zusätzlich Bronze.
  • Weissmuller wurde 1904 in Freidorf geboren, einem deutschsprachigen Dorf im damaligen Österreich-Ungarn.
  • Schon am 17. Februar 1924 hatte er einen Weltrekord über 100 Meter Freistil aufgestellt.

Quellen: Flashback Friday: When the Olympic Games Last Visited Paris (International Swimming Hall of Fame); Johnny Weissmuller (Olympic Heroes 1924) (Foundation of the Hellenic World); Chronik 1924 (LeMO, Deutsches Historisches Museum); Wikipedia