Geld, Alltag und Waren
Rentenmark, Reichsmark und eine neue Schuhfabrik in Herzogenaurach: belegte Ereignisse aus dem Alltag des Jahres 1924.
Die Rentenmark hält
15. November 1923 · Deutsches Reich
- Die Deutsche Rentenbank begann am 15. November 1923 mit der Ausgabe der Rentenmark.
- Eine Rentenmark entsprach einer Billion Papiermark.
- Ein US-Dollar entsprach 4,20 Rentenmark.
- Als Sicherheit wurde der Grundbesitz von Landwirtschaft, Industrie und Gewerbe mit einer Hypothek von 3,2 Milliarden Rentenmark belastet.
Quellen: Währungsreform 1923 (LeMO, Deutsches Historisches Museum); Wikipedia
Gebrüder Dassler gründen eine Schuhfabrik
1. Juli 1924 · Herzogenaurach
- Am 1. Juli 1924 ließen Adolf und Rudolf Dassler ihre Firma „GeDa, Gebrüder Dassler Schuhfabrik“ in Herzogenaurach eintragen.
- Adolf Dassler hatte schon 1920 begonnen, in Herzogenaurach Schuhe herzustellen.
- Ab 1921 fertigte er Sportschuhe.
- Rudolf Dassler kam 1923 in das Geschäft seines Bruders.
Quellen: Life and Work, Timeline (Adi & Käthe Dassler Memorial Foundation); Dassler, Adolf (Neue Deutsche Biographie) (Historische Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften); Wikipedia
Gesetz über die neue Reichsmark
30. August 1924 · Berlin
- Mit dem Münzgesetz vom 30. August 1924 wurde die Reichsmark eingeführt. Sie ersetzte die Papiermark, die Rentenmark blieb gleichwertig daneben gültig.
- Die Noten der Reichsbank mussten zu mindestens 40 Prozent durch Gold und Devisen gedeckt sein.
- Am selben Tag wurde ein neues Reichsbankgesetz beschlossen.
- Reichsbankpräsident Hjalmar Schacht und Finanzminister Hans Luther gelten als Väter der stabilen Währung.
Quellen: Währungsreform 1923 (LeMO, Deutsches Historisches Museum); Chronik 1924 (LeMO, Deutsches Historisches Museum); Bankgesetz vom 30. August 1924 (Text) (World Gold Council); Wikipedia